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Bildungsstandards und Kompetenzorientierung

bildungsstandards

Bildungscurricula als pädagogische Orientierungsgeber

Die Klax Pädagogik hat frühzeitig damit begonnen, Bildungsziele zu definieren und Curricula für Krippe, Kindergarten und Schule zu entwerfen. Das erste Bildungsprogramm wurde bereits 1997 herausgegeben und in Einrichtungen umgesetzt, die nach der Klax Pädagogik arbeiten. Die Orientierung auf wesentliche Kompetenzen folgt der Erkenntnis, dass die Komplexität des Wissens in einer globalen Welt enorm zunimmt und es in Zukunft darauf ankommen wird, über Schlüsselkompetenzen zu verfügen.

Deshalb steht in der Klax Pädagogik der Erwerb von Kompetenzen im Vordergrund, die Menschen zum selbständigen und gemeinsamen Denken, Handeln und Gestalten befähigen. Dies impliziert vor dem Hintergrund einer sich stetig wandelnden Welt den Erwerb von grundsätzlichen sozialen, fachlichen und methodischen Fähigkeiten sowie insbesondere die Ausbildung einer individuellen Persönlichkeit. Besonderer Wert wird in der Klax Pädagogik auf Kreativität und problemlösendes Denken gelegt. Dahinter steht die Annahme, dass sich die wichtigen Herausforderungen kommender Generationen nicht mit altbewährten Herangehensweisen oder problemfixierten Sichtweisen und Haltungen werden lösen lassen.

Die fünf Kompetenzfelder in der Klax Pädagogik

Einrichtungen, die die Klax Pädagogik umsetzen, formulieren die zu erwerbenden Kompetenzen in Bildungszielen. Diese werden im planerischen Vorgehen auf die individuell vorhandenen Fähigkeiten und Kompetenzen eines Menschen abgestimmt, damit sie von diesem auch erreicht werden können. Die Vorgehensweise, Bildungsziele an die individuellen Voraussetzungen anzugleichen, folgt dem Grundverständnis in der Klax Pädagogik, dass Menschen besser und motivierter lernen, wenn sie stets mit den Erfolgen ihres Bildungsprozesses konfrontiert werden und stolz auf das Erreichte sein können.

Alle am Bildungsprozess Beteiligten arbeiten gemeinsam daran, dass die Ziele vom Lernenden erreicht werden können. Dabei richtet sich der Schwerpunkt der Bildungsziele an fünf wichtigen Kompetenzfeldern aus, auf die sich alle am Entwicklungs- und Lernprozess Beteiligten im Rahmen eines Bildungsvertrages einigen:

Kreativität und die Fähigkeit zur Problemlösung

Das Kompetenzfeld folgt dem Menschenbild in der Klax Pädagogik und setzt voraus, dass ein kreativer Mensch neue Wege gehen wird, um wichtige Herausforderungen zu meistern. Seine Innovationsfähigkeit basiert darauf, dass er früh gelernt hat, Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Er ist in der Lage, seine Vorstellungskraft konstruktiv zu nutzen und kann das erworbene Wissen in diversen Kontexten sinnvoll einsetzen. Das vernetzende, kritische Denken ist eine wesentliche Fähigkeit, die diesem Kompetenzfeld implizit ist. Die Entschlossenheit des kreativen Menschen, neue Erfahrungen zu machen, um sich weiterzuentwickeln und daraus zu lernen, ist ebenfalls in diesem Kompetenzfeld beschrieben. Jedes Problem stellt für den kreativen Menschen eine Lernchance dar und regt seinen Forschergeist an.

Sozialkompetenz

Mit diesem Kompetenzfeld ist der Erwerb wesentlicher sozialer Fähigkeiten intendiert. Die soziale Gemeinschaft gehört zu den vier tragenden Säulen der Klax Pädagogik. Ein Mensch, der über Sozialkompetenz verfügt, ist in der Lage, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, deren Bedürfnisse und Interessen wahrzunehmen und kann entsprechend darauf eingehen. Er besitzt hohe Kooperationsfähigkeit, die Voraussetzung dafür ist, um in Teams ergebnisorientiert zusammenarbeiten zu können. Sozialkompetenz beinhaltet einen freundlichen und rücksichtsvollen Umgang miteinander sowie solidarisches Handeln dort, wo es gefordert ist. Das Kompetenzfeld impliziert auch, dass Menschen lernen, miteinander Regeln zu vereinbaren, sich an diese zu halten und sie kritisch zu hinterfragen, wo dies erforderlich wird.

Lernkompetenz und die Fähigkeit zur Selbstorganisation

Lernfähige Menschen sind offen für neue Erfahrungen und stellen sich kommenden Herausforderungen. Dieses Kompetenzfeld ist darauf ausgerichtet, Menschen bereits früh zum selbstorganisierten und kritisch-reflektierten Lernen zu befähigen. Es rekurriert auf den Anspruch der Klax Pädagogik, individuelle Lernwege zu ermöglichen. Die Menschen sollen in die Lage versetzt werden, sich Ziele zu setzen, ihren Lernweg zu planen und die Ergebnisse ihres Lernens kritisch zu reflektieren. Das Kompetenzfeld beinhaltet den Erwerb von Fach- und Methodenkompetenz mit dem Ziel, dass die Lernenden sich neues Wissen effektiv aneignen und dieses in unterschiedlichen Kontexten einsetzen können. Menschen, die über Lernkompetenz und die Fähigkeit zur Selbstorganisation verfügen, sind fähig, komplexe Probleme zu lösen und ihren weiteren Lernweg selbst zu organisieren. Dieses Kompetenzfeld ist eines der wichtigsten in der Klax Pädagogik. Insbesondere die in der Klax Pädagogik favorisierte Methode des Lernens mit Zielen, zu dem auch das Portfolio-Konzept gehört, ist darauf angelegt, die Lernkompetenz von Menschen und deren Fähigkeit zur Selbstorganisation zu fördern.

Toleranz und Offenheit

Das Kompetenzfeld Toleranz und Offenheit steht mit dem der Sozialkompetenz in direktem Zusammenhang. Es ist darauf ausgerichtet, Menschen darin zu befähigen, sich mit anderen (ethnisch-kulturellen, religiösen) Weltanschauungen und Meinungen dialogisch auseinanderzusetzen. Es berücksichtigt, dass heutige Gesellschaftsformen und die mit der Globalisierung einhergehenden sozialen Dynamiken von kulturellen, ethnischen, religiösen und gesellschaftlichen Diversitäten geprägt sind. Menschen, die in der Lage sind, Toleranz zu üben, die eine kritische Reflexions- und Konfliktlösungsfähigkeit besitzen, sind weniger anfällig für Ideologien und können demzufolge, die sich aus den Diversitäten ergebenen Chancen besser nutzen. Sie können sich auf der Basis gemeinsamer geteilter Werte verständigen und bewusst integrieren, ohne dabei bestehende Unterschiede zu verneinen.

Ich-Kompetenz

Das Kompetenzfeld Ich-Kompetenz zielt auf die Förderung des Selbstbewusstseins von Menschen. Die Klax Pädagogik geht davon aus, dass ein selbstbewusster, eigenständiger und ausgeglichener Mensch seine Fähigkeiten und Potenziale sowie seine Bedürfnisse und Erwartungen kennt. Er ist dadurch in der Lage, sich in der sozialen Gemeinschaft entsprechend zu verhalten, zu dieser etwas beizutragen und von ihr im Sinne der eigenen, persönlichen Weiterentwicklung zu profitieren. Menschen, die über Ich-Kompetenz verfügen, haben den Mut, ihre Meinung zu äußern, diese zu vertreten und im Abgleich mit unterschiedlichen Meinungsbildern kritisch zu hinterfragen. Sie können ihre Gefühle reflektieren und mit ihnen umgehen. Auf Basis ihres Wissens, Könnens und ihrer individuellen Potenziale entwickeln Ich-kompetente Menschen ihre Persönlichkeit und ihr Selbstbild über die Auseinandersetzung mit anderen Menschen.

Diese fünf Kompetenzfelder bilden die Grundlage bei der Generierung von Bildungszielen. Die Klax Pädagogik sieht vor, dass die Bildungsziele auf sogenannten Stufenblättern im Rahmen eines individuellen Entwicklungsplans festgehalten werden. Sie sind auf die jeweiligen Lernbereiche bzw. Fächer bezogen, durchkreuzen diese aber vielfach. In der jeweils konkreten Form sind die Bildungsziele auch an den Bildungsprogrammen bzw. den Rahmenlehrplänen des jeweiligen Landes orientiert, in dem sich die Klax pädagogische Einrichtung befindet. Durch den unbedingten Fokus auf wesentliche Schlüsselqualifikationen und die Berücksichtigung jeweils vorgegebener nationaler Bildungsrahmen und regionaler Besonderheiten, stellt die Klax Pädagogik ihre internationale Anwendbarkeit sicher.