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Die vier tragenden Säulen der Klax Pädagogik

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Die Klax Pädagogik fußt auf vier wesentlichen Säulen, die im Folgenden beschrieben werden. Sie bilden den grundlegenden Rahmen für die pädagogischen Interaktionen.

Individualisierte Lernwege

  • Begeisterung
  • Kreativität
  • Herausforderung

Lernen bedeutet sich Herausforderungen zu stellen und diese auf ganz eigene Art und Weise für sich anzunehmen. Kinder sollen Freude und Spaß daran haben, etwas zu lernen. Sie dürfen und sollen stolz auf das Gelernte und den dafür geleisteten Lernweg sein, denn für jeden Menschen ist es bedeutsam Lernzuwachs zu erfahren.

Es erfordert oft kreative Lösungen, damit die Pädagogen das Lernen bei Kindern sinnvoll stimulieren können. Da Lernen ein hochindividueller Prozess ist, vollzieht sich auch der Erwerb von Wissen und Kompetenzen bei jedem Individuum etwas anders. Deshalb gibt es in der Klax Pädagogik verschiedene Methoden und Instrumente, die darauf ausgerichtet sind, Lernwege individualisiert zu begleiten und selbstorganisierte Lernformen zu fördern.

Um jedes Kind in seiner Entwicklung und seinem Lernen individuell zu unterstützen, bemühen sich die Pädagogen sowohl die Kinder als auch sich selbst in Bezug auf den Erwerb neuer Fähigkeiten herauszufordern.

Es ist wichtig, Interesse für die Neugier und den Wissensdurst des Kindes zu zeigen, anstatt immer fertige Antworten zu liefern. Es ist Aufgabe des Pädagogen den Kindern spannende Wissensbereiche zu zeigen, die Auslöser für viele neue Fragestellungen sein können. Pädagogen müssen Kinder dazu ermutigen sich auch mit komplexen Themen auseinanderzusetzen, wenn diese dafür Interesse zeigen.

Kreative Bildungsangebote und die Umsetzung des selbstorganisierten Lernens entsprechend der Methode „Lernen mit Zielen“ prägen die Klax Pädagogik. Kerninstrument hierfür ist die Bildungs- und Entwicklungsdokumentation mit Hilfe des Portfolios. Darin werden die wesentlichen Entwicklungsschritte und wichtige Bildungserfolge der Kinder individuell dokumentiert. Die Portfolioarbeit zielt darauf ab, den Kompetenzerwerb des Kindes – und damit dessen Fortschritte und Erfolge beim Lernen – transparent zu machen.

Die soziale Gemeinschaft

  • Respekt
  • Beteiligung
  • Regeln

Zum Menschsein gehört das Miteinander. Die soziale Gemeinschaft wird in der Klax Pädagogik als eine Grundvoraussetzung für das Gelingen von Entwicklung und Bildung angesehen. Kommunikation und andere Formen der sozialen Interaktion haben maßgeblichen Einfluss auf die kognitive, die emotionale und die soziale Entwicklung von Menschen. Insofern stellt die soziale Gemeinschaft eine wichtige Rahmenbedingung für Lernprozesse dar.

Die soziale Gemeinschaft findet ihren Ausdruck darin, dass Menschen einander mit Respekt begegnen, sich für die Einhaltung von gemeinsam vereinbarten Regeln stark machen und bereit sind, ihr Wissen, ihre Erfahrungen und Kompetenzen miteinander zu teilen.

Unter Beteiligung werden in der Klax Pädagogik all jene Formen der Partizipation verstanden, in denen Menschen sich in die soziale Gemeinschaft einbringen und an der Gestaltung dieser mitwirken können. Der Grad an Beteiligung ist dabei vom individuellen Entwicklungs- bzw. Bildungsstand abhängig. Im Vordergrund steht die Beteiligung der Lernenden an der Planung und Reflexion der eigenen Lernwege, unter anderem durch die Portfolioarbeit und selbstorganisierte Lernformen.

Um Beteiligung von Anfang an möglich zu machen, ist es notwendig, jedes Kind mit seinem eigenen Weltbild, seinen Bedürfnissen und seiner Kultur so zu akzeptieren und respektieren wie es ist. Pädagogen haben stets die Aufgabe, ihre Verhaltensweise gegenüber dem Kind anzupassen, um die Arbeit in Krippe, Kindergarten oder Schule zu fördern. Dahinter verbirgt sich der Anspruch, Gleichstellung und Gleichbehandlung unabhängig von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Weltanschauung, der sexuellen Orientierung oder Behinderung zu gewährleisten.

Der authentische Erwachsene

  • Reflexion
  • Vom Gelingen
    überzeugt sein
  • Begleiter

Kinder lernen Werte von Menschen, die ihnen nahe stehen. Der pädagogische Ansatz muss dadurch geprägt sein, dass der Pädagoge ein gutes Vorbild darstellt und die Werte vermittelt, die unsere demokratische Gesellschaft charakterisieren. Die Entwicklung der Persönlichkeit des Kindes kann beeinflusst werden, wenn sie Erwachsene sehen, die authentisch sind, sich für bestimmte Dinge einsetzen und diese gut beherrschen.

Von Pädagogen wird erwartet, dass sie sich bemühen, sich in etwas zu vertiefen und ihre Kenntnisse im Umgang mit Kindern zu erweitern. Ein Pädagoge, der sich selbst als Lernender wahrnimmt und Vertrauen in seine eigenen Kompetenzen hat, kann sich mit Neugier dem zuwenden, was ihm noch fremd ist und ist stets bereit, mehr und Neues zu lernen.

Die Klax Pädagogik versteht die Pädagogen selbst als Mitforscher der Kinder. Als Lernbegleiter schaffen sie anregende Lernumgebungen, stellen geeignete Materialien zur Verfügung und begleiten die Kinder auf ihrem Lernweg. Sie beteiligen sie sich engagiert am Lernen der Kinder und freuen sich zusammen mit ihnen über deren Entdeckungen in der Umwelt.

Dabei ist es wichtig, Kindern Raum für eigene Erlebnisse und Erfahrungen zu geben, was bedeutet, dass die Pädagogen sensibel und vorsichtig in ihren Handlungen sein müssen. Pädagogen sollten den Erlebnissen, dem Wohlbefinden und den Entwicklungen des Kindes durch Beobachtung und Dokumentation folgen. Es ist ihre Aufgabe, das einzelne Kind mit seinen Fähigkeiten und Stärken zu sehen, um gezielt planen zu können, welche Reize angesprochen werden müssen, um die individuelle Entwicklung des Kindes zu fördern. Eine fortwährende Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns ist damit unvermeidbar und zugleich Ausdruck von Professionalität.

Die gestaltete Umgebung

  • Sinnhaftigkeit
  • Anregung
  • Sicherheit

In dem Maße, wie Lernprozesse die Menschen verändern, müssen sich auch die Umgebungen, die diese Lernprozesse (be-) fördern sollen, verändern. Die Klax Pädagogik geht davon aus, dass erfolgreiches Lernen eine vorbereitete Umgebung benötigt. Diese muss so gestaltet sein, dass sie zum Lernen anregt.Pädagogen haben hierbei die die Aufgabe, den Kindern Geborgenheit, Orientierung und Sicherheit durch Routinen und gewohnte Strukturen im Alltag zu bieten. Durch eine stabile und bekannte Tagesform schaffen sie eine Atmosphäre, in der sich die Kinder wohlbehalten fühlen und gern lernen. Sie müssen den Kindern Umgebungen anbieten, die sowohl ästhetisch ansprechend, sicher und praktisch als auch spannend und sinnvoll sind.

In Institutionen, die die Klax Pädagogik umsetzen, finden sich in der Regel verschiedene (Funktions-) Räume, die eine Vielzahl verschiedener Lernecken und -orte vorsehen. Der Grundsatz der gestalteten Umgebung impliziert, dass sich die Räume und Materialangebote abhängig vom Entwicklungsstand und den Interessen der Kinder stetig verändern. Pädagogen müssen alle Räume so vorbereiten, dass deren Ziele und Möglichkeiten für das Kind zugänglich sind. Sie bieten Kindern stimulierende, „echte” Materialien von hoher Qualität an, die zu aktuellen Themen und Projekte passen. Die Aufgabe der Pädagogen ist es, diese Materialien zu präsentieren und den Kindern zu zeigen, wie diese genutzt werden können.

Voraussetzung für eine am Entwicklungs- bzw. Lernstand orientierte Raum- und Materialgestaltung ist eine genaue und regelmäßig vorgenommene Beobachtung und Entwicklungseinschätzung durch die Pädagogen. Gerade weil die Klax Pädagogik davon ausgeht, dass jeder Mensch anders lernt, gilt es, durch Beobachtung der Kinder bzw. der Reflexion des eigenen Lernerfolges und Lernweges nach und nach herauszufinden, in welchen Arrangements Kinder erfolgreich lernen und in welchen eher nicht. Davon ausgehend kann das einzelne Kind für neue Herausforderungen geeignete Lernorte aufsuchen und Lernmaterialien wählen, mit denen es die vereinbarten Ziele am besten erreicht.